


Johanniskraut – die Wirkung der bewährten Heilpflanze
Zu den stimmungsaufhellenden Pflanzen zählt das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum), auch als Herrgottsblut oder Tüpfelhartheu bezeichnet. Die leuchtend gelb blühende Heilpflanze bringt allein schon durch seinen Anblick Sonnenschein ins Leben. Doch mehr noch kann der in Jarsin® 300 mg und Jarsin® 450 mg enthaltene Johanniskraut-Trockenextrakt bei leichten Depressionen ausrichten. Eine Kombination eines Johanniskraut-Trockenextraktes mit Baldrian in Jarsin® Balance kann bei seelischen Erschöpfungszuständen und damit verbundenen Schlafstörungen helfen.



Zur Wortherkunft
Der deutsche Name Johanniskraut (englische Entsprechung: St. John’s Wort) wird davon abgeleitet, dass sich die gelben Blüten der Pflanze um den Johannistag (24. Juni) öffnen. Es gibt aber auch eine Erklärung, die den Namen auf Johannes den Täufer, zurückführt. Dies wird damit begründet, dass die strahlenförmig angeordneten Blüten eine besondere Verbindung zum Himmel darstellen.
Die Geschichte des Johanniskrauts
Die Wirkung von Johanniskraut, als traditionelle Heilpflanze, wird bereits seit etwa 2.000 Jahren geschätzt. Schon bei Plinius (23 – 79 n. Chr.) finden sich Hinweise auf ein Kraut mit dem Namen Hypereikon, das bei Verbrennungen verwendet wurde. Im Mittelalter erkannte man die Wirkung des Johanniskrauts auf die Seele. Johanniskraut wurde gegen „melancholische Gedanken“ und „zerknirschte Nerven“ eingesetzt, was sich für viele Betroffene als segensreich erwies.
Da die Schwermut im Mittelalter als Dämon angesehen wurde, wurde die Heilung als Vertreibung des Dämons verstanden. Um solche Dämonen zu vertreiben, tanzten die Menschen zur Feier des längsten Tages des Jahres (zur Johanni) geschmückt mit Johanniskrautkränzen um das Sonnenfeuer. Die Kränze wurden anschließend im Feuer verbrannt, in anderen Gegenden über das Hausdach geworfen, um so vor Hexen, Dämonen und böser Zauberei zu schützen.



Heimisch ist das Johanniskraut in Europa und dem westlichen Asien. Die Heilpflanze wächst an sonnigen Plätzen, wie zum Beispiel an Waldrändern, Wiesen und Wegen, und wird bis zu einem Meter hoch. Die gelben Blütenblätter beinhalten eine Vielzahl an Öldrüsen, die die Blätter wie durchlöchert erscheinen lassen, wenn sie gegen das Licht gehalten werden.
2019 wurde Johanniskraut vom Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim (NHV Theophrastus) zur Heilpflanze des Jahres gewählt. Im Jahre 2015 wurde es von Wissenschaftlern der Universität Würzburg (Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde) zum Arzneikraut des Jahres gewählt.



Jarsin®
Zur Behandlung von leichten depressiven Verstimmungen- stimmungsaufhellend und ausgleichend
- ein Klassiker unter den Johanniskraut-Präparaten
Johanniskraut ist eine gut untersuchte Heilpflanze
Das Echte Johanniskraut gehört zu den am besten untersuchten Heil- und Arzneipflanzen und dennoch konnten die Wirkungsmechanismen bislang nicht vollständig geklärt werden. Zu den wichtigsten, für die stimmungsaufhellende Wirkung verantwortlichen Inhaltsstoffen des Echten Johanniskrautes gehören die rot färbenden Hypericine, das Hyperforin und die Flavonoide.
Für die antidepressive und stimmungsaufhellende Wirkung von Johanniskraut werden gleich mehrere Mechanismen verantwortlich gemacht. So steigt die Konzentration spezieller Botenstoffe (sogenannte Neurotransmitter) im synaptischen Spalt (Verbindung zwischen zwei Nervenzellen) bei Einnahme von Johanniskraut. Neurotransmitter übertragen an den Verknüpfungsstellen der Nervenzellen, den Synapsen, die Informationen bzw. Reize von Nervenzellen auf eine andere Zelle. Über eine Erhöhung der Konzentration von Neurotransmittern wie Serotonin und Noradrenalin wirken auch klassische Antidepressiva.
Inzwischen belegen viele Studien die Wirksamkeit von Johanniskraut bei Depressionen. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die Winterdepression (auch SAD = saisonal abhängige Depression) und Schlafstörungen aufgrund von depressiven Verstimmungen alternativ mit standardisierten Johanniskraut-Extrakten behandelt werden können. Des Weiteren können sie auch bei depressiven Symptomen in den wie beispielsweise in den Wechseljahren Linderung bieten.
FAQ zur Wirkung und Anwendung von Johanniskraut
Johanniskraut-Extrakte können bei leichten depressiven Episoden zur Linderung der Symptome beitragen. Die antidepressive Wirkung beruht auf der Fähigkeit des Wirkstoffs, die Wiederaufnahme der Neurotransmitter Serotonin, Noradrenalin und Dopamin zu hemmen. Diese Botenstoffe spielen eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Stimmung, des Antriebs und somit des seelischen Wohlbefindens.
Johanniskrautpräparate eignen sich zur kurzfristigen Behandlung leichter Depressionen. Bei schwerer Depression sind dagegen andere Verfahren und Therapie-Ansätze ratsam.
Entsprechende Vorgaben entnehmen Sie bitte der jeweiligen Gebrauchsinformation (Jarsin® 300 mg und Jarsin® 450 mg). Grundsätzlich ist eine gleichmäßige Einnahme zur gleichen Zeit empfehlenswert.
Erfahrungsgemäß ist eine Einnahmedauer von 4 bis 6 Wochen bis zur deutlichen Besserung der Symptome erforderlich. Wenn die Symptome nach 4 Wochen unverändert fortbestehen oder sich trotz vorschriftsmäßiger Einnahme noch verstärken, sollte erneut ein Arzt aufgesucht werden.
Johanniskraut kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten verursachen. Eine Einnahme ist nur nach ärztlicher Rücksprache empfehlenswert, wenn Sie andere Mittel parallel nutzen. Weitere Hinweise finden Sie in der Gebrauchsinformation.







