Die Wirkung von Johanniskraut

Bewährte Heilpflanze zur Stimmungsaufhellung

Zu den stimmungsaufhellenden Pflanzen zählt das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum), auch als Herrgottsblut oder Tüpfelhartheu bezeichnet. Der leuchtend gelb blühende krautige Strauch bringt allein schon durch seinen Anblick Sonnenschein ins Leben. Doch mehr noch kann das enthaltene Wirkstoffgemisch im Johanniskraut bei leichten Depressionen ausrichten.

Der deutsche Name Johanniskraut (englische Entsprechung: St. John’s Worth) wird davon abgeleitet, dass sich die gelben Blüten der Pflanze um den Johannistag (24. Juni) öffnen. Es gibt aber auch eine Erklärung, die den Namen auf Johannes den Täufer, zurückführt. Dies wird zum einen damit begründet, dass die strahlenförmig angeordneten Blüten eine besondere Verbindung zum Himmel darstellen. Zum anderen tritt beim Verreiben der Blüten ein roter Saft aus, der das Blut des geköpften Täufers symbolisieren soll.

 

Die Geschichte

In der Heilkunde wird Johanniskraut bereits seit etwa 2.000 Jahren eingesetzt. Schon bei Plinius (23 – 79 n. Chr.) finden sich Hinweise auf ein Kraut mit dem Namen Hypereikon, das bei Verbrennungen verwendet wurde. Im Mittelalter erkannte man die Wirkung des Johanniskrauts auf die Seele. Johanniskraut wurde gegen „melancholische Gedanken“ und „zerknirschte Nerven“ eingesetzt, was sich für viele Betroffene als segensreich erwies.

Da die Schwermut im Mittelalter als Dämon angesehen wurde, wurde die Heilung als Vertreibung des Dämons verstanden. Um solche Dämonen zu vertreiben, tanzten die Menschen zur Feier des längsten Tages des Jahres (zur Johanni) geschmückt mit Johanniskrautkränzen um das Sonnenfeuer. Die Kränze wurden anschließend im Feuer verbrannt, in anderen Gegenden über das Hausdach geworfen, um so vor Hexen, Dämonen und böser Zauberei zu schützen.

Heimisch ist das Johanniskraut in Europa und dem westlichen Asien. Die Pflanze wächst an sonnigen Plätzen, wie zum Beispiel an Waldrändern, Wiesen und Wegen, und wird bis zu einem Meter hoch. Die gelben Blütenblätter beinhalten eine Vielzahl an Öldrüsen, die die Blätter wie durchlöchert erscheinen lassen, wenn sie gegen das Licht gehalten werden.

Gut untersuchte Heilpflanze

Das Echte Johanniskraut gehört zu den am besten untersuchten Heil- und Arzneipflanzen und dennoch konnten die Wirkungsmechanismen bislang nicht vollständig geklärt werden. Zu den wichtigsten, für die stimmungsaufhellende Wirkung verantwortlichen Inhaltsstoffen des Echten Johanniskrautes gehören die rot färbenden Hypericine, das Hyperforin, die Flavonoide und die Xanthone.

Für die antidepressive und stimmungsaufhellende Wirkung von Johanniskraut werden gleich mehrere Mechanismen verantwortlich gemacht. So steigt die Konzentration spezieller Botenstoffe (sogenannte Neurotransmitter) im synaptischen Spalt (Verbindung zwischen zwei Nervenzellen) bei Einnahme von Johanniskraut. Neurotransmitter übertragen an den Verknüpfungsstellen der Nervenzellen, den Synapsen, die Informationen bzw. Reize von Nervenzellen auf eine andere Zelle. Über eine Erhöhung der Konzentration von Neurotransmittern wie Serotonin und Noradrenalin wirken auch klassische Antidepressiva.

 

Ebenfalls zur stimmungsaufhellenden Wirkung von Johanniskraut trägt bei, dass Hypericin die Ausnutzung des Lichtes verbessert. Diese Erhöhung der sogenannten Photosensibilität kann bei sehr hellhäutigen Menschen zu einer Lichtüberempfindlichkeit führen. Inzwischen belegen viele Studien die Wirksamkeit von Johanniskraut bei leichten Depressionen (Verstimmungen). Die entsprechenden Arzneimittel aus den zur Blütezeit geernteten Triebspitzen und Blütenknospen werden zur Behandlung von depressiven Episoden eingesetzt. Untersuchungen haben gezeigt, dass auch die Winterdepression (auch SAD = saisonal abhängige Depression) und Schlafstörungen aufgrund von depressiven Verstimmungen mit standardisierten Johanniskrautextrakten behandelt werden können. Des Weiteren können sie auch bei depressiven Symptomen in den Wechseljahren Linderung bieten.

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Jarsin® 300mg
Wirkstoff: Johanniskraut-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: Leichte vorübergehende depressive Störungen (depressive Episoden). Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Wirkstoff: Johanniskraut-Trockenextrakt. Anwendungsgebiete: Pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung leichter depressiver Episoden. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.